LA TRAVIATA

Lebensfragen, Liebeslust und Leiden – mit damals wie heute aktuellen Themen schuf Guiseppe Verdi auf Grundlage des Romans „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas die Erfolgsoper „La Traviata“.

Die an Schwindsucht erkrankte Pariser Kurtisane Violetta empfindet erstmals wahre Liebe, zu Alfredo, der ihre Liebe ebenso leidenschaftlich erwidert. Zurückgezogen auf einem Landgut erfreut sich das Paar glücklicher Tage. Während Alfredo verreist ist, bittet dessen Vater Giorgio Violetta, ihre Beziehung zu seinem Sohn aufzulösen, um ihm eine standesgemäße Heirat zu ermöglichen und um das Ansehen seiner Familie zu bewahren. Schweren Herzens setzt Violetta den Wunsch seines Vaters um und steht selbst dann zu ihrem Versprechen, als sie den eifersüchtigen Alfredo über ihre erzwungene Entscheidung aufklären könnte, um eine Chance auf die erfüllende Wende zu erhalten.

Nach einem Duell eröffnet Alfredos Vater seinem Sohn die wahren Gründe für Violettas Abkehr. Kurzzeitig finden Alfredo und Violetta ihre Liebe wieder, Violetta stirbt jedoch nach wenigen Stunden erschöpft in Alfredos Armen.

Bereits die Übersetzung von „La Traviata“ – „Die vom Wege Abgekommene“ – bietet uns die Möglichkeit, unsere eigenen Werte und Wertungen zu reflektieren. Lebenskunst, Kommunikation, Bedürfnisse, Zwänge und Muster: Diese Oper konfrontiert uns mit essentiellen Aspekten unseres Zusammenlebens.

Anders als in Rigoletto und Troubadour stimmt Verdi in La Traviata zarte und eindringliche Töne an, die den Emotionen umso größeren Ausdruck verleihen.